Meine Stadt

      Meine Stadt

      Lippstadt

      Dachte mir, dass es vielleicht mal ganz interessant sein würde, seine Stadt bzw. sein Dorf zu fotografieren und mit alten Aufnahmen (Fotos, Ansichtskarten etc.) zu vergleichen.
      Falls ihr auch altes Bildmaterial eurer Stadt oder eures Dorfes habt, wäre es schön, wenn ihr euch mit eigenem Fotomaterial an diesem thread beteiligen würdet. Ansonsten könnt ihr natürlich auch einfach eure Meinung zu den Bildern posten. Kein Problem.

      Den Anfang macht eine Postkarte aus dem Jahre 1904. Sie zeigt die Lipperoder Strasse (im Norden Lippstadts), die seinerzeit noch als Promenade bezeichnet wurde. Der Fluß links im Bild ist die nördliche Umflut. Das Gebäude im Hintergrund müsste der ehemalige Nordbahnhof sein, (kenne ich noch aus meiner Kindheit. Heute gibt es diesen Bahnhof nicht mehr).

      Das zweite und dritte Bild zeigt diese Gegennd, wie sie am 19. Februar 2006 ausgesehen hat. Links neben der nördlichen Umflut ist ein Teil des Kuhmarktes erkennbar, einer der Plätze, auf dem die jährliche Lippstädter Herbstwoche (Kirmes) stattfindet. Das Haus, auf das man blickt, (linker Bildteil, hinter den Autos) war in meiner Kindheit das Polizeiquartier. Später zog dort die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein. Dort habe ich übrigens dann auch meinen Zivildienst abgeleistet. Heute ist in dem Haus das Lippstädter Medienzentrum untergebracht.

      Bild 1: Lipperoder Strasse in Lippstadt im Jahre 1904



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      Bild 2: Lipperoder Strasse in Lippstadt im Jahre 2006



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      Bild 3: Lipperoder Strasse in Lippstadt im Jahre 2006

      Version 2. Bitte hier klicken...
      Lippstadt

      Bild 1: Kappeler Strasse (heute: Cappelstrasse) in Lippstadt
      Aufnahmedatum: unbekannt (dürfte aber auch so um 1900 entstanden sein)



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      Bild 2: Cappelstrasse in Lippstadt im Februar 2006
      Aufgenommen frühmorgens an einem Sonntag. Normalerweise ist diese Strasse stark befahren und eine typische "Stau"-Strasse Lippstadts.



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      Bild 3: Cappelstrasse in Lippstadt im Jahre 2006



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      Lippstadt - Am Lippebug
      Aufnahmedatum: Sommer 2006
      [url=http://grafikrunde.de/forum/index.php/topic,813.30.html]Kamera: NIKON FE[/url]

      Objektiv: Tokina 17 mm Weitwinkel
      [url=http://grafikrunde.de/forum/index.php/topic,882.0.html]Filmmaterial: Fujicolor Superia 100 - Colornegativfilm mit ISO/ASA 100 - 21° DIN[/url]



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      [URL=http://grafikrunde.de/forum/index.php/topic,799.0.html]Weitere Fotos von Lippstadt hier:
      Grafikrunde - Stadtansichten von...[/URL] (bislang 9 Seiten!)
      Motiv: Lippstadt (Lippe-Bug)
      Kamera: Nikon FE
      Objektiv: Tokina 17 mm Weitwinkel
      Effekte: Polfilter
      Aufnahmezeit: Spätsommer 2006

      Filmmaterial: Ferrania Solaris FG Plus 200 (Colornegativfilm mit ISO/ASA 200)

      Testfotos mit dem Ferrania Solaris findet ihr im ClickFreePic-Forum:
      Clickfreepic-Community > General Category > Analogfotografie > Ferrania Solaris FG Plus 200


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      RE: Lippstadt

      Original von SunSonic
      Lippstadt - Am Lippebug
      Aufnahmedatum: Sommer 2006
      [url=http://grafikrunde.de/forum/index.php/topic,813.30.html]Kamera: NIKON FE[/url]

      Objektiv: Tokina 17 mm Weitwinkel
      [url=http://grafikrunde.de/forum/index.php/topic,882.0.html]Filmmaterial: Fujicolor Superia 100 - Colornegativfilm mit ISO/ASA 100 - 21° DIN[/url]



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      [URL=http://grafikrunde.de/forum/index.php/topic,799.0.html]Weitere Fotos von Lippstadt hier:
      Grafikrunde - Stadtansichten von...[/URL] (bislang 9 Seiten!)


      Ein sehr schönes Bild finde ich :)
      Und die Kamera.. jetzt erkenne ich sie. Eine solche liegt bei uns "rum" und wartet darauf benutzt zu werden ;). Sollte ich wohl bald mal tun.
      GoHome! Arbeitszeitüberwachung! (@iOS AppStore)
      Reminder, Worktime, Arbeitszeit, Arbeit, Ueberwachung, Zeiten, Zeitenstempeln
      :dafür:

      Hochwasser 2007 in Lippstadt

      Nein, das ist kein romantischer Sandstrand an einem idyllisch gelegenen Badesee... :kopfs:

      Motiv: Vom Hochwasser der Lippe überflutete Wiesen westlich von Lippstadt :blub:
      Kamera: Fuji FinePix S5500
      Aufnahmedatum: 27. August 2007
      Ort: Lippstadt



      Bitte hier für die große Version des Fotos klicken!

      Weiteres Bildmaterial vom Hochwasser findest du im ClickFreePic-Forum:
      Rinder im Hochwasser
      Original von Futjikato
      Hi Ho

      Also die ersten Bilder find ich ebenfalls total toll.
      [...]


      Hallo Moritz,

      danke für dein (kritisches) feedback!

      Original von Futjikato
      [...]
      Jedoch bin ich kein Freund von Filtern :D
      [...]


      Da uns beide wahrscheinlich mindestens eine Generation trennt, müssen wir eine gemeinsame Sprache finden. Du gehörst der "Photoshop-Ära" an, ich nicht. Wenn du von Filtern sprichst, denkst du womöglich nicht an das, woran ich denke.
      Ich benutze zuweilen Filter. Das sind die runden Dinger, die man vorne auf´s Objektiv schraubt. :zwinker:
      Aber du meinst vielleicht die Filterfunktionen der Bildbearbeitungsprogramme?
      Die, die auf Knopfdruck ein Bild verändern?
      In Ausnahmefällen bediene ich mich auch dieser Hilfsmittel. Aber das kommt eher selten vor. Die Ergebnisse erscheinen mir zumeist platt. Kann aber auch daran liegen, dass ich kein "PS-Crack" bin.

      Dennoch bearbeite ich natürlich meine Fotos. Und dazu gehören Bearbeitungsschritte, die ich früher (chemisch) im Labor gemacht habe. Dieser Workflow ist heute digital, wenn ich Bilder für das Internet bereitstelle.
      Ich könnte dazu jetzt stundenlang referieren aber die meisten wird das nicht interessieren. Das Netboard ist eben kein Foto-Forum. Aber ein paar Dinge möchte ich schon klären:

      Kameras, und hier sind es insbesondere Digitalkameras, haben große Probleme mit dem darstellbaren Kontrastumfang. Wenn ein Wolkenhimmel nicht mehr dargestellt werden kann, weil die Kamera überfordert ist, die Bildinformation auf dem (Film)-Negativ aber vorhanden ist, wende ich alle chemischen (früher) oder digitalen (heute) Möglichkeiten an, diese Durchzeichnung des Himmels wieder sichtbar zu machen.
      Wie das geht (analog und digital) beschreibe ich gerne. Allerdings nur, wenn Interesse daran besteht. Habe keine Lust, mir die Arbeit zu machen, wenn es eh niemanden interessiert.
      Aber soviel:
      Wenn in der Realität ein blauer Himmel vorhanden ist (vielleicht sogar mit Wolken), die Kamera aber damit überfordert ist und diesen nur noch weiß oder einheitlich grau darstellt, ist das für mich eine größere "Verfälschung" als subtil eingesetzte elektronische Bildbearbeitung.

      Viele sagen meinen Fotos eine "Überdramatisierung" nach. Nicht zuletzt durch die starke Betonung bewölkten Himmels. Mag sein. Aber die Wolken wurden nicht elektronisch "erzeugt", sie waren als Bildinformation vorhanden.
      Durch bestimmte Techniken betone ich nun diese Information. In der Regel durch gezielte Unterbelichtung um 1 bis 2 Blenden bei Digitalaufnahmen bzw. gezielte Überbelichtung um 1-2 Blenden bei analogem Negativmaterial.
      Per EBV werden dann noch der Kontrast bzw. der Gammawert an meine Bildvorstellung angepasst.

      Ist das Manipulation?
      Antwort: Ja!

      Aber es ist keine "Photoshop-Knöpfchendrückerei".
      Und ich halte es für legitim, wenn ich im Bild eine bestimmte Lichtstimmung oder Atmosphäre ausdrücken will.

      Ich will nicht "die Realität abfotografieren/abfilmen". Dann würde ich nicht fotografieren sondern TV machen!

      Fotografie ist NICHT STANDBILD-FERNSEHEN!

      Von diesem Standpunkt und fotografischem Selbstverständnis aus ist die Schwarzweißfotografie übrigens die "größte Trickserei und Manipulation", da sie komplett auf die Farbinformation verzichtet und per se stark abstrahiert.

      Aber was sollen all diese Worte... interessanter wäre vielleicht, wie das letzte Bild entstanden ist...
      Ich poste morgen mal die einzelnen Bearbeitungsschritte. Zumindest die gröbsten (ohne präzise Werte der Gammakorrektur und der Kontrasteinstellungen).
      Und ich liefere dann auch das originale Ausgangsbild nach.

      So viel schon mal vorab:
      Von dem Originalbild wurde eine schwarzweiße Version mit sehr hartem Kontrast angefertigt. Diese Kopie hatte kaum Grauwerte.
      Mittels EBV wurden das farbige Originalbild und die Schwarzweißkopie multipliziert.

      Effekt: ein stark durchzeichneter Wolkenhimmel (auf dem Original sind die Wolken kaum erkennbar, wenngleich doch vorhanden) und pastellartige "Metro-Goldwyn-Mayer-Farben", wie man sie aus dem Film "Die 10 Gebote" kennt. Diese Farben passten für mich zum Bildthema besser als die kräftigen Farben des Agfacolor (hier verwendet) oder die quietschbunten Farben, die für gewöhnlich das Fujicolor-Material auszeichnen, das ich auch oft einsetze (knallige Farben besonders bei Überbelichtung).

      Alles in allem: Manipulation? Ja! Aber etwas anders als du oder andere sich den Vorgang vielleicht gedacht haben. ;)

      Bitte auch diesen thread einmal lesen:

      Riesenrad Willenborg

      Da habe ich einiges zu vermeintlich "richtigen" Farben geschrieben. Letztlich gibt es diese "richtige" Farbgebung nicht, da sich die Farbtemperatur beständig ändert. Je nach Sonnenstand und Lichtverhältnissen.

      Zu deinem Fotoblog: moritz-blog.over-blog.com/

      Bild 1 und 2 (Osterglocke und Gänseblümchen): gefallen mir sehr gut, aber ich hätte einen engeren Bildauschnitt auf die Blüte gewählt! ( ja, auch die Wahl des Bildausschnitts stellt schon eine Manipulation der "Wirklichkeit" dar! :tongue: )

      Bild 3: Wolkenhimmel. Realistisch, aber für mich auch ohne jegliche Spannung. Berührt mich nicht.

      Bild 4: Wolkenhimmel (Rendsburg). Schon besser, weil zumindest die Wolken in Bezug auf Kontrast besser herausgearbeitet wurden. Das Dingens links unten und die Baumgruppe "mogeln" sich ins Bild. Der gewählte Bildausschnitt kann mich nicht ganz überzeugen.

      Bild 4 und 5: Die Sonne... Die Sonne! Genau hier zeigt sich die Schwäche der meisten Digitalkameras! Sie kommen mit extremen Kontrasten und Gegenlicht nur schwer klar! Die Lichter "fressen aus". Selbst Analogkameras können einen solchen Kontrastumfang kaum verkraften. Digitalkameras noch weniger.
      Abhilfe: per EBV die Kontraste herunterfahren oder, noch besser, eine HDR-Aufnahme (High Dynamic Range) machen. Also per Spezialsoftware ein Bild aus mindestens 3, besser 5 unterschiedlich belichteten Aufnahmen erstellen.

      Bild 6: Steine im Wasser... da hast du bewusst oder unbewusst eine alte Fotografenregel befolgt! "Vordergrund macht`s Bild gesund!" :yipie:

      Yo, das gefällt mir von all deinen dort vorgestellten Fotos am besten! Könnte ich mir auch sehr gut als Schwarzweißfoto vorstellen!
      Das mit dem Generationsunterschied mag wohl stimmen. Aber auch ich arbeite noch immer ( teilweise ) mit analogen Spiegelreflex. Das mit der Sonne ist ( leider ) richtig. Hätte das am liebsten auch in HDR gemacht aber ich befand mich IM auto. Da ist sowas ja durchaus schlecht zu machen :D

      Nunja das Himmelbild in meinem Blog ist auch nicht spannend. Wenn ich übertreiben wollen würde, so würde ich sagen das ich gerade eine Studie über "absolute Realität" mache. Deswegen sind auch alle Bilder weder durch Chemische noch durch digitale Tricks verändert.
      Bei dem Bild ,bei dem du die Wolken, welche ca. die Hälfte der Fläche ausmachen betonst .. das vorletzte Bild ... dachte ich an einen normalen Filter .. also an diese schönen Runden dinger die man sich vors Objektiv schraubt ;)

      Meine analoge Kamera ist übrigens eine Minolta X-300
      greetings,
      Moritz

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      Original von Futjikato
      Das mit dem Generationsunterschied mag wohl stimmen. Aber auch ich arbeite noch immer ( teilweise ) mit analogen Spiegelreflex.


      Mir geht das Herz auf, wenn sich noch jemand zur analogen Fotografie bekennt! Umso mehr, wenn die nachfolgenden Generationen echtem Film noch etwas abgewinnen können!

      Surftipp: Analoge Photo Gruppe APHOG

      Original von Futjikato
      [...]
      Hätte das am liebsten auch in HDR gemacht aber ich befand mich IM auto. Da ist sowas ja durchaus schlecht zu machen :D
      [...]


      Oha! Das wusste ich natürlich nicht! Wobei... wäre dir das gelungen... damit hättest du die fettesten Preise in jedem Fotowettbewerb abgeräumt. :bier:

      Original von Futjikato
      [...]
      Nunja das Himmelbild in meinem Blog ist auch nicht spannend. Wenn ich übertreiben wollen würde, so würde ich sagen das ich gerade eine Studie über "absolute Realität" mache. Deswegen sind auch alle Bilder weder durch Chemische noch durch digitale Tricks verändert.
      [...]


      Die Studie über "absolute Realität" ist ziemlicher Dummfug, aber du hast es selbst ja schon ironisierend geschrieben. :kopfkratz: :grins_a:
      Also bevor die Vokabel "Dummfug" als Beleidigung aufgefasst wird, muss ich das natürlich erklären:
      Ich unterstelle dir, weil du dich mit der Fragestellung offensichtlich schon befasst hast, dass du weißt, dass Fotografie niemals objektiv sein kann.
      Schon mit deiner Motivauswahl bestimmst du, "welche Realität" der Betrachter deiner Bilder wahrzunehmen hat.
      Fotografie (und Film) kann niemals objektiv sein. Der Fotograf (oder Filmer) sieht die Welt durch seine Augen. Das ist auch kein Problem. Man muss sich dessen nur bewusst sein.
      Es bedarf auch weder der Chemie noch der digitalen Pixelschieberei um zu "tricksen". Alleine dadurch, dass du bestimmte Motive wählst oder dem Betrachter deiner Bilder einen bestimmten Bildausschnitt vorlegst, beginnst du ihn zu manipulieren, seine Sicht auf die Welt zu verändern.

      Das ist auch nicht verwerflich. Man muss sich diese Techniken nur eingestehen.

      Original von Futjikato
      [...]
      Bei dem Bild ,bei dem du die Wolken, welche ca. die Hälfte der Fläche ausmachen betonst .. das vorletzte Bild ... dachte ich an einen normalen Filter .. also an diese schönen Runden dinger die man sich vors Objektiv schraubt ;)

      Meine analoge Kamera ist übrigens eine Minolta X-300


      Das vorletzte Bild finde ich inzwischen nicht mehr so gut. Ich habe dort einfach nur extrem unterbelichtet. Der Himmel gefällt mir zwar, weil er eine gute Zeichnung aufweist. Aber die unteren Bereiche, insbesondere die rechten Teile des Bildes, saufen in den Schatten vollkomen ab.

      Stichwort "normale Filter":
      Ich benutze oft einen Polfilter oder sogar einen Doppelpolfilter. Den Doppelpolfilter habe ich nur für meine Nikon und per Adapter auch für die FinePix. Für das Weitwinkelobjektiv der Nikon habe ich nur ein normales Polfilter. Aber bei dem WW ergibt das massive Probleme. Das 17er Tokina neigt eh schon zur Vignettierung (Abschattung der Bildränder). Wenn ich da noch ein Filter vorschraube, werden die Bildfehler noch extremer.

      Minolta X-300:
      Halte sie in Ehren! Die Minoltas gehören zu den meist unterschätzten Kameras! Die Minolta-Objektive sind durch die Bank hochwertig.
      viel zu schade, um in der Vitrine zu verstauben oder in der Bucht verscherbelt zu werden! Falls du mal keine Verwendung dafür findest, kannst du sie mir anbieten. Aber besser wäre es, wenn du sie selbst benutzt! Sie ist es wert und sie hat es verdient!